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Mitfahrbänkli in Betrieb – ein neues Mobilitätsangebot für unsere Weiler

Seit letztem Wochenende stehen sie nun vollständig bereit: die neuen Mitfahrbänkli in Kobelwald, Freienbach, Hard sowie an zwei Standorten in Oberriet. Sie bieten eine unkomplizierte, flexible Möglichkeit, im Alltag kurze Strecken gemeinsam zurückzulegen und so Mobilität im Berggebiet zu erleichtern.

Wie funktionieren die Mitfahrbänkli?

Das Prinzip ist so einfach wie genial:

  1. Ziel einstellen
    Bei jeder Bank befindet sich eine Tafel mit einem runden Wählknopf, über den das gewünschte Fahrziel eingestellt wird.
  2. Hinsetzen
    Setzt man sich auf die Bank, signalisiert man vorbeifahrenden Autofahrerinnen und Autofahrern, dass man in diese Richtung mitgenommen werden möchte.
  3. Sich mitnehmen lassen
    Wer vorbeikommt und Richtung Ziel fährt, kann spontan anhalten und eine Mitnahme anbieten.

Ein QR-Code auf der Tafel führt direkt zur Mitfahrbänkli-Seite auf kobelwald.ch/mitfahr-baenkli – ideal für zusätzliche Informationen.

Wo stehen die neuen Bänkli?

  • Kobelwald – gegenüber Restaurant Schäfli
  • Freienbach – grosser Parkplatz beim B&B Krone
  • Hard – Bauernhof Familie Stieger gegenüber Restaurant Hirschen
  • Oberriet Kronengasse – beim Pumpwerk, gegenüber Firma Graf / Lager Koblerenergie
  • Oberriet Eichbergstrasse – bei Gregorad (Laden)

Die Idee hinter dem Projekt

Inspiration fand das Projektteam in erfolgreichen Mitfahrbank-Initiativen in Österreich und Bayern. Dort hat sich das Konzept besonders in ländlichen Regionen bewährt, in denen der öffentliche Verkehr nur begrenzt vorhanden ist.

Auch für das Berggebiet passt die Idee ideal: Der Bus fährt nur bis Kobelwald Zentrum – viele Weiler bleiben ohne ÖV-Anbindung. Die Mitfahrbänkli bieten hier eine flexible, spontane Ergänzung, erleichtern Alltagswege und stärken gleichzeitig das Dorfleben und die gegenseitige Unterstützung.

Warum genau diese Standorte?

Die Standorte wurden bewusst gewählt:

  • um nicht durch den ÖV erschlossene Weiler besser anzubinden
  • weil die Plätze zentral, gut sichtbar und häufig frequentiert sind
  • weil die Umsetzung nur durch die Kooperation privater Standortgeber möglich war

Die Suche nach geeigneten Plätzen und die Abstimmungen vor Ort waren entsprechend aufwändig – deshalb dauerte das Gesamtprojekt fast zwei Jahre.

Ergänzung, nicht Ersatz für den Bus

Die Mitfahrbänkli verstehen sich klar als Ergänzung zum bestehenden Busangebot. Während der Bus zuverlässig zu fixen Zeiten fährt, bieten die Bänkli eine spontane und flexible Mobilitätslösung, besonders für alle Gebiete ausserhalb des Kobelwälder Zentrums.

Für wen sind die Bänkli gedacht?

Kurz gesagt: für alle.

Besonders profitieren:

  • Menschen ohne eigenes Auto
  • Bewohnerinnen und Bewohner, die „go poschta“ möchten
  • Besucherinnen und Besucher von Anlässen in Hard oder Freienbach
  • alle, die zur Nachbarschaftshilfe und zu einem lebendigen Dorfleben beitragen wollen

Herzlicher Dank an Standortgeber und Sponsoren

Ohne die grosszügige Unterstützung zahlreicher Personen und Betriebe wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen. Ein herzliches Dankeschön gilt:

  • den privaten Standortgebern, die Flächen zur Verfügung gestellt haben
  • Daniel Graber für Planung, Koordination und Bau
  • Niedermann Holz GmbH
  • Baumet
  • Raphael Ammann
  • Spritzwerk Müller
  • Rüesch AG Rheineck
  • Swiss Q-Print
  • Kühnis Solutions AG
  • sowie zahlreichen privaten Helferinnen und Helfern

Dank ihrem Engagement können wir nun ein Mobilitätsangebot nutzen, das unser Berggebiet sinnvoll ergänzt und vielleicht zu dem einen oder anderen interessanten Gespräch im Auto beiträgt ☺.

Hier noch ein paar Bilder vom Aufstellen und den Bänkli: